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Newsletter Nr. 2/2016

Sehr geehrte Theaterinteressierte,

Bewertungen haben beim Lernen, also auch im Unterrichtsfach Theater/ Darstellendes Spiel eine große Bedeutung.

Auch die praktische Philosophie hilft bei der Suche nach Antworten auf die Fragen: 

- Kann man ohne zu bewerten sinnvoll handeln, überhaupt überleben?

- Kann es Wert-Ordnungen wie z.B. das Grundgesetz, die UN-Menschenrechts-Charta ohne Bewerten geben?

- Wie sollten Bewertungen und Beurteilungen von Gelerntem im Bereich der Ästhetik aussehen, die kulturelle Bildung befördern?

Herzlich Willkommen!

Ihr Volker List


Klausur und Tod – Folgen ästhetischer Praxis

Wie stellt man eine Klausuraufgabe, durch die die Schüler nicht nur zeigen können, was sie auswendig gelernt haben, sondern welche Kompetenzen sie im Unterricht erworben haben und wie sie diese zum Transfer und zur selbstständigen Problemlösung - also handelnd - nutzen und reflektieren?

Wie bewertet die Theater-Lehrkraft?

> Lösungsangebot >

Potenzialentfaltung im Theater-Unterricht

In der Literatur wird manchmal behauptet, Schule und Erziehung be- und verhinderten die kindliche Potenzialentfaltung.
Begründung: Alle Kinder seien hochbegabt. Eine fragwürdige Bewertung.

Was kann Theater-Unterricht für eine optimale Potenzialentfaltung tun?

> Antwortversuche >

Theater in der Grundschule - ein Versuch
Angewandte Theaterforschung untersucht Möglichkeiten, mit Kindern in der Grundschule Theater zu spielen - Reportage

Ich arbeite seit einiger Zeit in einer Grundschule (sozialer Brennpunkt). Eine Klassenlehrerin nimmt mich mit in ihre Klasse und freut sich über mein Angebot, mit den Kindern Theater zu spielen.

Ist eine langfristige externe Unterstützung durch Theaterexperten sinnvoller als kurzfristige aufwändige Leuchttumprojekte (Pfeiffer vs Jurké)? Wo und wie sind knappe Ressourcen besser investiert?

> Prozess verfolgen >

                                                  Interview

Postdramatik im Theater-Unterricht - 
Interview mit Friedhelm Roth-Lange

Roth-Lange plädiert für einen Theater-Unterricht an Schulen, der nicht unzeitgemäßen Traditionen eines Literaturtheaters folgt, sondern von den Interessen, Bedürfnissen und Kulturformen der Kinder und Jugendlichen ausgeht.

 > Roth-Lange zuhören >

Bücher Bücher Bücher


Praxis


Czerny, Gabriele (2010): Theater-SAFARI. Praxismodelle für die Grundschule. Braunschweig: Westermann. 270 Seiten - Rezension

Czerny möchte „einen praxiserprobten Beitrag zum Theaterspielen mit Schülern leisten.“ Und „wendet sich in erster Linie an Lehrer der Primarstufe, Theaterpädagogen und alle die Freude daran haben, mit Kindern Theater zu spielen.“

> Sich von anregenden durchdachten Beispielen inspirieren lassen >

Theater an der Parkaue (Hg)(2016): 10 Jahre Winterakademie Theater an der Parkaue. Beilage in Theater der Zeit. Heft Nr. 2. Februar 2016. Berlin: Theater der Zeit Verlag – Rezension

Radikale Neubestimmung von Theaterpädagogik?


10 mal veranstaltete das Theater an der Parkaue in Berlin jährlich eine „Winterakademie“ für Kinder und Jugendliche unter dem Titel „Sagen wir …“; ein stimulierender Impuls zum Konstruieren einer Zweiten Welt.

> Was ist radikal an der Neubestimmung? >

Warstat, Matthias u.a.(2015): Theater als Intervention. Politiken ästhetischer Praxis. Berlin: Theater der Zeit. 195 Seiten - Rezension

„Applied theatre“ bezeichnet als Sammelbegriff sozial engagierte Theaterkunst „mit expliziter politischer, pädagogischer oder therapeutischer Intention“, […] die sich an klar definierte Zielgruppen“ richtet, „die explizit benannte soziale Merkmale teilen“.

Das Autorenteam skizziert die Geschichte des applied theatre und richtet in dem Sammelband seinen Blick auf ein Theater, „das meist außerhalb der Kunstsphäre situiert wird und das sich in Deutschland – anders als in Großbritannien und den USA – bisher weitgehend jenseits des Interesses der Theaterwissenschaft entwickelt hat.“

> Zahlreiche spannende Fallbeispiele nachlesen >

Hawemann, Horst (2014): Leben üben. Improvisationen und Notate. Hg. von Christel Hoffmann. Berlin: Theater der Zeit. 229 Seiten - Rezension

„Anregung und Quelle für Dozentinnen und Dozenten, die sich mit der Vermittlung von Grundlagen der Schauspielkunst beschäftigen, sowie für angehende Schauspieler/innen, die sich mit ihrem zukünftigen Beruf auseinandersetzen wollen.“

Hilfreiche Beschreibungen einer kompetenten Theater-Praxis, die die theatralen Mittel und Methoden nutzt, um das, was Menschen bewegt, ästhetisch zu gestalten.

> Anregungen eines Theater-Experten lesen >


Becker, Annette (2013): Theaterorientierter Ansatz im Coaching. Perspektiven verändern, neue Wege beschreiten, Sinne öffnen. Weinheim und Basel: Beltz Verlag. 224 Seiten – Rezension 

Becker will zeigen, „wie sich Erfahrungen aus dem Coaching und dem Theaterspiel gegenseitig ergänzten und befruchten.“ Theaterpädagogik „ist der Schlüssel zur Erlangung von grundlegenden Einsichten und zur Weiterentwicklung.“

Wie hilfreich sind die von ihr entwickelten Methoden?

> Rezension lesen >

Havermann-Feye, Maria/ Funcke, Amelie (2015): Training mit Theater. Wie Sie Theaterelemente in Trainings und Unternehmensveranstaltungen erfolgreich einsetzen. Bonn: managerSeminare Verlag. 360 Seiten - Rezension

Es gibt Berührungsängste zwischen Theater und Wirtschaft. 
Wir schauen, wie sich die beiden Autorinnen in diesem Dissens bewegen, deren Extreme lauten: Theaterleute dürfen nicht die Kunst verraten und die ihnen Anvertrauten für den neoliberalen Markt mit Methoden des Theaters zurichten auf der einen Seite, und auf der anderen Seite die Haltung: Theater kann als künstlerische Form ein Pendent setzen gegen Ausbeutung und Unmenschlichkeit auch in Unternehmen und Impulse geben für sinnvolle zufriedenstellende Arbeits- und Kommunikationsformen und Ziele.

> Rezension lesen >

Schleuter, W./ von Stosch, J. (2009): Die sieben Irrtümer des Change Managements und wie Sie sie vermeiden. Frankfurt/M: Campus Verlag. 218 Seiten – Rezension

Was hat Theater-Unterricht mit Change Management zu tun?

Das Buches liest sich wie eine Skript über ein Bildungssystem.
Audi-Manager berichten über Lernen und Veränderung im Betrieb.

> Rezension lesen >

Theorie


Klepacki, Leopold (2007): Die Ästhetik des Schultheaters. Pädagogische, theatrale und schulische Dimensionen einer eigenständigen Kunstform. Weinheim und München: Juventa. 240 Seiten – Rezension

Absicht der Besprechung einer 10 Jahre alten Dissertation ist, zu schauen, ob das darin gemachte „Theorieangebot [...] nicht nur für die Forschung und die Theoriebildung, sondern auch für die Entwicklung der Praxis hohe Bedeutung“ gewonnen hat, und für „Jahrzehnte, eine wesentliche Referenz darstellen wird.“

Was von dieser Theorie und der Betrachtung des Schultheaters als ästhetische Kategorie ist nach 10 Jahren noch zukunftsweisend?

> Antwort lesen >

Liebau, Eckart/ Klepacki, Leopold/ Zirfas, Jörg (2009): Theatrale Bildung. Theaterpädagogische Grundlagen und kulturpädagogische Perspektiven für die Schule. Weinheim und München: Juventa. 183 Seiten – Rezension

„Voraussetzungen und Effekt theatraler Bildungsprozess in der Schule“, so das Autorenteam, sind „Selbstständigkeit, Interaktivität und Sozialität. […] Anhand einer „theoretischen Grundlage des Schultheater“ soll in dieser Studie gezeigt werden, dass über diese von der OECD (2002) definierten Schlüsselkompetenzen hinaus die „Fähigkeiten der Individualität, Reflexivität und Performativität“ (7f) erworben werden können.

> Ist die Studie hilfreich für Theater-Lehrkräfte und Pädagogen? >

Hüther, Gerald (2015): Etwas mehr Hirn, bitte. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht. 187 Seiten - Rezension

"Jedes Kind ist hoch begabt." - So Hüther. Und was ist mit den liefbegabten Kindern? Müssen sie sich jetzt herabgesetzt fühlen, weil ein Professor behauptet, alle Kinder seinen hochbegabt? Wir sehen, zunehmend mehr Eltern überfordern ihre Kinder, weil sie meinen, sie seien begabt und klagen bei den Lehren ein, dass sie auf höhere Schulen kommen. Was bedeutet diese Bewertung für Theater-Unterricht und Inklusion? 
> Rezension lesen >

Zierer, Klaus (2014): Hattie für gestresste Lehrer. Kernbotschaften und Handlungsempfehlungen aus John Hatties „Visible Learning“ und Hatties „Visible Learning for Teachers“ Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren. 133 Seiten – Rezension

> Ein Muss für jede Lehrkraft >

Terhart, Ewald (Hg) (2014): Die Hattie-Studie in der Diskussion: Probleme sichtbar machen. Seelze: Kallmeyer/ Friedrich Verlag. 165 Seiten – Rezension

Ziel dieses Sammelbandes verschiedener Autoren ist es, „die Leistungen und Grenzen der Hattie-Studie herauszuarbeiten.“
Die Autoren wenden sich ausdrücklich an Lehrkräfte, Lehramtsstudierende und Verantwortliche in der Lehrerbildung.
Fragen zur praktischen Anwendung stehen im Fokus.

> Noch ein Muss für Lehrkräfte >

                          Fortbildung

Kursbuch-Konzept und Selbstlernprozesse – Fortbildung
  • In welcher Weise unterstützen die Kursbücher die Selbstlernprozesse der Schüler und fördern ihre Eigenverantwortlichkeit?
  • Wie verändert sich die Lehrerrolle bei der Arbeit mit den Schülerbüchern?
  • Worin liegen die Chancen zur Potenzialentfaltung und Kompetenzerweiterung im Bereich der theatralen Gestaltung bei der Arbeit mit den Schülerbüchern?
  • Welche Rolle spielt das Üben beim Erwerb theatraler Kompetenzen und welche Angebote machen die Kursbücher?
  • Theaterarbeit nach dem Kursbuch-Konzept ist als kulturelle Bildung automatisch inklusiv. Warum?
         Das Seminar gibt Antworten. > Anfragen hier >

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Angewandte Theaterforschung
Volker List
Lärchenweg 7
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Deutschland


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